CompanyOS Phase 1 Implementation
CompanyOS Phase 1 Implementation
Section titled “CompanyOS Phase 1 Implementation”Dieses Dokument übersetzt die CompanyOS-Strategie in konkrete technische Arbeit für die erste Umsetzungsphase.
Der Fokus von Phase 1 ist:
Make Brezel systems explainable.
Das bedeutet:
- bestehende Systeme inventarisieren
- Ressourcen und Workflows strukturiert indexieren
- fachliche Semantik ergänzen
- eine Grundlage für sichere AI-Änderungen schaffen
- Workflow-Testing als tragende Produkt- und Plattformfähigkeit aufbauen
Phase-1-Ziele
Section titled “Phase-1-Ziele”Am Ende von Phase 1 soll Brezel:
- ein System maschinenlesbar beschreiben können
- Module, Felder, Rollen, Menüs und Workflows erklärbar machen
- semantische Metadaten standardisiert speichern können
- Änderungen an Geschäftslogik besser absichern können
- eine belastbare Testpyramide für Workflows besitzen
Nicht-Ziele
Section titled “Nicht-Ziele”Phase 1 ist noch nicht:
- ein vollwertiger generativer AI-Builder
- ein kompletter SaaS-Launch
- ein freies Prompt-to-ERP-System
- eine vollständige Migration aller Bestandskunden
Arbeitsströme
Section titled “Arbeitsströme”Stream 1: System Scanner
Section titled “Stream 1: System Scanner”Ziel: Bestehende Brezel-Systeme automatisch erfassen.
Scope:
- Erkennung von
systems/<system>/ - Indexierung von Bakery-Ressourcen
- Erkennung von Modulen, Feldern, Layouts, Rollen, Menüs und Workflows
- Ableitung von Referenzen und Abhängigkeiten
- Ausgabe als strukturierte Artefakte
Erwartete Artefakte:
system inventoryidentifier mapworkflow catalogresource graph
Stream 2: Semantic Metadata
Section titled “Stream 2: Semantic Metadata”Ziel: Ein kanonisches semantisches Modell für Brezel-Ressourcen einführen.
Erste Zielobjekte:
- Module
- Workflows
- Rollen
- Menüs
- Entscheidungen und Spezifikationen
Minimaler semantischer Kern:
purposebusiness_ownersummaryinputsoutputsinvariantsrisksrelated_resourceschange_notes
Entscheidung: Die Semantik sollte möglichst nah an bestehenden deklarativen Ressourcen liegen und nicht in einem komplett separaten Metasystem versteckt werden.
Stream 3: Explainability
Section titled “Stream 3: Explainability”Ziel: Ein System, ein Modul oder ein Workflow soll erklärbar sein, ohne Rohdateien lesen zu müssen.
Erste Ausgaben:
- System Summary
- Workflow Summary
- Modul Summary
- Trigger- und Seiteneffektübersichten
- Abhängigkeitslisten
Beispielhafte Fragen:
- Welche Workflows gibt es in diesem System?
- Was passiert beim Erstellen eines Auftrags?
- Welche Rollen sind an einem Prozess beteiligt?
- Welche Module sind kritisch für die Fakturierung?
Stream 4: Workflow Testing
Section titled “Stream 4: Workflow Testing”Ziel: Workflows werden als produktionskritische Geschäftslogik testbar und regressionssicher.
Dieser Stream ist nicht optional. Wenn Brezel CompanyOS werden soll, muss Geschäftslogik so testbar sein wie normaler Anwendungscode.
Testpyramide
Section titled “Testpyramide”Ebene 1: Workflow-Element-Unit-Tests
Section titled “Ebene 1: Workflow-Element-Unit-Tests”Zweck: Absicherung einzelner Workflow-Element-Typen in Isolation.
Beispiele:
flow/ifop/setaction/saveaction/runsource/entities
Zu prüfen:
- Optionsvalidierung
- Eingangs- und Ausgangsport-Verhalten
- Datenmanipulation
- Fehlerfälle
- deterministische Seiteneffekte
Technische Ausrichtung:
- PHPUnit/Pest auf Klassen- und Elementebene
- keine komplette Business-Instanz nötig
- schnell und engmaschig ausführbar
Ebene 2: Workflow-Engine- und Integrations-Tests
Section titled “Ebene 2: Workflow-Engine- und Integrations-Tests”Zweck: Absicherung des Zusammenspiels von Workflow-Builder, Dispatch, Events, Queue-Verhalten, Persistenz und Ports.
Zu prüfen:
- Workflow-Aufbau aus Definitionen
- Port-Verbindungen
- Triggering über Events
- synchrones und asynchrones Dispatching
- Persistenzänderungen
- Fehlerweitergabe
- Observability und Diagnostik
Technische Ausrichtung:
- Feature-/Integration-Tests in
brezel/api - mit realem Workflow-Lauf gegen Testdaten
- nah an bestehenden Tests wie
tests/Feature/Workflow/WorkflowTest.php
Ebene 3: Business-Workflow-Tests auf Systemebene
Section titled “Ebene 3: Business-Workflow-Tests auf Systemebene”Zweck: Konkrete Unternehmenslogik in realen Brezel-Instanzen prüfen.
Das ist die entscheidende zusätzliche Ebene. Hier wird nicht nur das Framework getestet, sondern die Business-Implementierung eines konkreten Systems.
Beispiele:
OrderCreatederzeugt erwartete FolgeoperationenGenerateInvoicePDFerstellt die richtigen ArtefakteCreateCustomerFromOrderbefüllt die erwarteten Module korrekt- kundenspezifische Policies und Prozessvarianten bleiben intakt
Anforderungen:
- Tests referenzieren echte Workflows eines Systems
- Testdaten und Fixtures sind systemspezifisch
- Assertions prüfen Fachresultate, nicht nur technische Responses
- Tests müssen auch für Bestandskunden-Upgrade-Pfade nutzbar sein
Empfohlene Form:
- systemnahe Test-Suites unter
systems/<system>/tests/ - standardisierte Test-Fixtures pro System
- deklarative oder codebasierte Assertions, je nach Reifegrad
Warum das strategisch wichtig ist
Section titled “Warum das strategisch wichtig ist”Diese drei Ebenen sind die Voraussetzung für:
- sichere AI-generierte Änderungen
- kontrollierte SaaS-Templates
- migrationsfähige Bestandskundensysteme
- Vertrauen in CompanyOS als Runtime für kritische Abläufe
Ohne Business-Workflow-Tests bleibt Brezel bei jeder AI- oder Refactoring-Initiative zu riskant.
Stream 5: Change Proposal Model
Section titled “Stream 5: Change Proposal Model”Ziel: Änderungen an Brezel-Artefakten werden als prüfbare Vorschläge modelliert.
Ein Change Proposal sollte enthalten:
- betroffene Ressourcen
- fachliche Begründung
- technische Diffs
- Risikoklassifizierung
- betroffene Workflows
- empfohlene Tests
- Apply-/Rollback-Information
Erstes technisches Zielbild
Section titled “Erstes technisches Zielbild”A. Explainability CLI oder Service
Section titled “A. Explainability CLI oder Service”Erste denkbare Fähigkeiten:
system explainsystem inventoryworkflow catalogworkflow explain <identifier>
Diese Fähigkeiten können zunächst als internes Tooling oder API-Endpunkte entstehen.
B. Semantic Schema
Section titled “B. Semantic Schema”Benötigt wird ein formales Schema für semantische Metadaten.
Optionen:
- Einbettung direkt in bestehende Ressourcen
- begleitende
.semantic.*.json-Artefakte - hybride Lösung mit klarer Priorität auf lokaler Nähe zur Ressource
Entscheidungskriterium: Die Lösung muss maschinenlesbar, versionierbar und für Agenten leicht auffindbar sein.
C. Workflow Test Harness
Section titled “C. Workflow Test Harness”Benötigt wird ein standardisierter Testrahmen für alle drei Ebenen.
Der Harness sollte erlauben:
- einzelne Workflow-Elemente isoliert zu testen
- einen Workflow kontrolliert zu dispatchen
- Fixtures für ein System zu laden
- Business-Assertions auf Systemebene auszuführen
Vorgeschlagene Repo-Übersetzung
Section titled “Vorgeschlagene Repo-Übersetzung”Die folgenden Bereiche sind naheliegende Startpunkte:
brezel/apifür Scanner, Test-Harness, Workflow-Engine-Tests und semantische Verarbeitungbrezel/brezelfür Skeleton-Konventionen und Standardordnerbrezel/installerfür spätere Provisioning- und Bootstrapping-Unterstützungbrezel/wikifür Dokumentation, Konventionen und öffentliches Narrativ
Konkrete Deliverables für den ersten Implementierungsschnitt
Section titled “Konkrete Deliverables für den ersten Implementierungsschnitt”- Ein
system inventory-Generator für bestehende Systeme. - Ein erstes
workflow catalog-Artefakt mit Triggern und Modulbezügen. - Eine Spezifikation für semantische Metadaten von Modulen und Workflows.
- Ein Testkonzept für alle drei Workflow-Testebenen.
- Ein kleiner Referenzsatz von Workflow-Tests im Core.
Konkrete Deliverables für den zweiten Implementierungsschnitt
Section titled “Konkrete Deliverables für den zweiten Implementierungsschnitt”- Ein erster
system explain-Output. - Ein standardisiertes Verzeichnis- oder Dateikonzept für systemnahe Business-Workflow-Tests.
- Erste Loader oder Helper für systemspezifische Test-Fixtures.
- Verknüpfung von Change Proposals mit empfohlenen Tests.
Roadmap für Workflow-Testing
Section titled “Roadmap für Workflow-Testing”Schritt 1
Section titled “Schritt 1”Vorhandene Workflow-Tests im Core erfassen und kategorisieren:
- Builder-Tests
- Dispatch-Tests
- Event-Tests
- Controller-Tests
Schritt 2
Section titled “Schritt 2”Abdeckung der Element-Typen explizit machen.
Ergebnis:
- Liste aller Element-Typen
- Teststatus pro Element
- Priorisierung nach Kritikalität
Schritt 3
Section titled “Schritt 3”Standardisierte Integrationsszenarien definieren.
Beispiele:
- lineare Workflows
- Branching
- Nested Run
- Fehlerpfade
- Queue/Async
- Persistenzpfade
Schritt 4
Section titled “Schritt 4”System-Level-Business-Tests definieren.
Benötigt wird:
- Konvention für Speicherort
- Fixture-Format
- Assertion-Konzept
- Test-Runner-Mechanik
Schritt 5
Section titled “Schritt 5”Workflow-Tests in Change- und Release-Prozesse einbinden.
Ziel: Änderungen an Workflows oder AI-generierte Vorschläge können gezielt die relevanten Tests auslösen.
Erste Architekturentscheidungen
Section titled “Erste Architekturentscheidungen”- Workflow-Testing wird als Plattformfähigkeit behandelt, nicht als projektbezogene Kür.
- Business-Workflow-Tests auf Systemebene sind Teil der Roadmap, nicht späteres Nice-to-have.
- Explainability und Testing gehören zusammen: Was erklärt werden kann, muss auch gezielt testbar sein.
- Semantik, Inventar und Testing müssen auf denselben Ressourcenmodellen aufbauen.
Empfohlener unmittelbarer Start
Section titled “Empfohlener unmittelbarer Start”Die nächste konkrete Umsetzung sollte diese Reihenfolge haben:
- System-Inventory-Generator bauen.
- Workflow-Katalog ausgeben.
- Testmatrix für Workflow-Elemente und Workflow-Szenarien definieren.
- Konvention für systemnahe Business-Workflow-Tests festlegen.
- Erste Referenzimplementierung in
brezel/apianlegen.
Definition of Done für Phase 1
Section titled “Definition of Done für Phase 1”Phase 1 ist abgeschlossen, wenn:
- mindestens ein bestehendes System automatisch inventarisiert und zusammengefasst werden kann
- Module und Workflows semantisch annotierbar sind
- ein erster Explainability-Output vorliegt
- die Workflow-Testpyramide dokumentiert und technisch begonnen ist
- Framework- und Systemebene der Workflow-Tests in der Roadmap und im Code verankert sind